Tagesgeld

Als Tagesgeld werden im Banken- und Finanzwesen folgende Anlageformen bezeichnet:

kurzfristige Kredite (tägliche Auszahlungen möglich),
oder auch ein täglich verfügbares Geldkonto für Privatanleger.

Das Tagesgeldkonto

Ein Tagesgeldkonto ist ein gut verzinstes Konto, über dessen Guthaben der Inhaber ständig verfügen kann. Im Gegensatz zum Sparbuch oder zu Festgeldanlagen gibt es beim Tagesgeld keine Kündigungsfristen. Die tägliche Verfügbarkeit, die Verzinsung, und der Wegfall von Kündigungsfristen sind die Vorteile eines solchen Kontos. Allerdings wäre zumindest theoretisch eine tägliche Änderung des Zinssatzes seitens der Bank möglich. Normalerweise besitzt ein Tagesgeldkonto keine direkte Verrechnungsfunktion, sodass Überweisungen auf Fremdkonten und Lastschriften hier nicht möglich sind.


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Verfügbarkeit

Über das Guthaben auf einem Tagesgeldkonto kann normalerweise täglich verfügt werden. Diese ständige Verfügbarkeit bezieht sich hierbei allerdings nicht unbedingt auf die tatsächliche Verfügung über das Geld. Verfügt werden kann über das Guthaben in der Regel nur durch Überweisung auf ein vorher angegebenes Referenzkonto (meist das Girokonto). Dabei entstehen zwangsweise Laufzeiten zwischen 1 bis 3 Tagen, bis das Geld auf dem Girokonto vorhanden ist. Erst dann kann zum Beispiel durch Barabhebung oder Überweisung auf ein Fremdkonto über das Guthaben verfügt werden.

Sicherheit des Tagesgeldes

Einlagen auf Tagesgeldkonten unterliegen der Einlagensicherung, sind daher mündelsicher gem. § 1807 BGB. In der EU beträgt die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherungsgrenze 90 % der Einlagensumme, maximal jedoch 20.000 EUR. Viele Länder übertreffen diese gesetzliche Anforderung: Italien garantiert beispielsweise bis zu 103.000 EUR, Deutschland dagegen erfüllt lediglich die europäische Mindestvorgabe.